Videoüberwachung – ein umstrittenes Thema
Geschrieben von Admin | Mittwoch, 25. Mai 2011
Die Videoüberwachung von Gebäuden, öffentlichen Plätzen und öffentlichem Personennahverkehr wird von Befürworter_innen als notwendig und Schutz gewährend dargestellt, auch hinsichtlich des viel gefürchteten Terrors. Dabei werden die enormen datenschutzrechtlichen Probleme und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung allzu oft überhaupt nicht thematisiert. Ebenso, wenn nicht noch seltener, wird die Tatsache genannt, dass Videoüberwachungsanlagen nicht dazu beitragen, dass die Zahl der Gewaltverbrechen zurückgehen. Und es dürfte auch jeder_m einleuchten, dass Menschen, die Terroranschläge verüben wollen, dies auch tun werden, egal ob eine Videoüberwachung stattfindet oder nicht. Hinsichtlich des Datenschutzes ist zu erwähnen, dass häufig Software zur Videoüberwachung eingesetzt wird, die Gesichter wiedererkennt. „Ich habe ja nichts zu verbergen“, mögen sich viele Menschen denken. Doch das tut wenig zur Sache, denn dadurch dass viele Menschen Datenschutz nicht ernst- und für sich wahrnehmen, können es andere Menschen wiederum nicht tun, da sie dann sofort als verdächtig gelten. Ein Beispiel hierfür sind Personen, die an angemeldeten, legalen Demonstrationen teilnehmen und dort von der Polizei mittels Kameras aufgenommen werden. Mithilfe spezieller Software zur Videoüberwachung können solche Menschen dann überall wo sie sich bewegen und von Kameras aufgenommen werden, identifiziert werden. Ein enormer Eingriff in den Datenschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, ein gläserner Bürger entsteht.